„Moi“ – so sagt man „Hallo“ auf Finnisch. Dieses Wort hat Laura Hackl, 18, Lehrling im Lebens.Resort Ottenschlag, während ihres vierwöchigen Praktikums in Turku ständig gehört und selbst oft verwendet. Sie erzählt, wie es ihr in Finnland ergangen ist – und warum kein Lehrling diese Chance verpassen sollte.
Laura, wie bist du auf die Idee gekommen, ein Praktikum in Finnland zu machen?
Ich reise unglaublich gern und liebe es, Neues zu entdecken. Als ich gesehen habe, dass wir Lehrlinge uns bei „Let’s Walz“ für ein vierwöchiges Auslandspraktikum bewerben können, war sofort klar: Das will ich machen!
War das dein erster längerer Auslandsaufenthalt?
Ja. Ursprünglich war Portugal meine Wunschdestination, aber Finnland hat mich total begeistert. Man sieht dieses Land ja nicht alle Tage – die Natur war unglaublich schön, vor allem in Turku. Die Stadt war grün und überhaupt nicht typisch städtisch.
Was hast du dort genau gemacht?
Ich habe in einem Restaurant am Eingang gearbeitet – Gäste begrüßt und die Bonierung übernommen. Das war spannend, denn täglich kamen 200 bis 400 Gäste. Kommunikation musste einfach klappen. Zum Glück konnte ich mich gut auf Englisch verständigen und habe sogar ein paar Wörter Finnisch gelernt.
Hattest du Zeit, das Land zu erkunden?
Am Wochenende hatten wir Lehrlinge frei. Meist sind wir mit dem Bus unterwegs gewesen, und die Finnen waren super hilfsbereit, wenn wir uns mal nicht zurechtgefunden haben.
Gab es besondere Herausforderungen?
Ja! In den ersten zwei Wochen hatte ich kein mobiles Internet – nur WLAN. Anfangs war das ein Schock, aber am Ende eine tolle Erfahrung: viel Zeit zum Nachdenken und weniger Ablenkung. Der Betrieb für den ich tätig war hatte mehrere Standorte. Und so kam ich auch überraschend an einem für mich neuem Ort zum Einsatz. Erst ungewohnt, dann großartig – die Kollegen haben mir sogar ein Abschiedsgeschenk überreicht mit den Worten: „Thank you Laura, you are the best“.
Was hast du aus dem Praktikum mitgenommen?
Selbstständigkeit und Offenheit. Ich bin eher zurückhaltend, aber in Finnland habe ich gelernt, auf Menschen zuzugehen und neue Situationen zu meistern. Das hat mein Selbstvertrauen enorm gestärkt.
Würdest du so ein Auslandspraktikum gerne wieder machen?
Auf jeden Fall! Ein Monat war kein Problem, zwei Monate kann ich mir jetzt auch vorstellen. Und privat möchte ich unbedingt wieder reisen – Portugal steht noch auf meiner Liste, aber Finnland auch. Das nächste Mal im Winter, um Schnee zu erleben!
Gab es besondere Momente mit den anderen Lehrlingen?
Viele! Wir waren eine ganze Gruppe aus Niederösterreich. Bis auf meinen Kollegen Daniel kannte ich niemanden. In dieser Zeit sind Freundschaften entstanden, und der Abschied von Finnland – aber auch voneinander – fiel uns allen schwer.
Drei Wörter für deine Zeit in Finnland?
Selbstständigkeit, Freundschaft, Offenheit.